Vor dem Hintergrund der kreativen Buchhaltung der Eschweger Stadtwerke,
müsste auch die Gemeinde Meinhard das Fass:
 "Konzessionsabgaben der Schwebdaer - und Friedaer Stromkunden an die Stadtwerke Eschwege"
einmal aufmachen. Die Gewinne der Stadtwerke gehen an die Stadt und ob das,
was die Meinharder Stromkunden an Konzessionsabgaben über Ihre Stromrechnung an die Stadtwerke zahlen (1.32 Cent/kwh ),
auch in vollem Umfang zurück an die Gemeinde Meinhard fließt, wage ich zu bezweifeln.
Zumal man defizitäre Aufgaben der Stadt (z.B. Hallenbad, Straßenbeleuchtung, demnächst der Stadtbus)
zunehmend den Stadtwerken mit ihrer kreativen Buchhaltung übertragt,
damit die Gewinne der Stadtwerke wegen der Körperschaftssteuer nicht zu hoch ausfallen.

Ein Eschweger Stadtverordneter:
Die Stadt ist großer finanzieller Nutznießer der Stadtwerke. Gewinnausschüttungen von jährlich 400.000 € sind üblich,
eine Bürgschaftsprovisionen von 150.000 € kassiert die Stadt Jahr für Jahr,
Gewerbesteuer nimmt sie ein i.H.v. ca. 250.000 € (abzgl. Umlage), zusammen also 800.000 € die Jahr für Jahr an die Stadt fließen.

Zwischenbemerkung:
Vor diesem Hintergrund, 800.000 € von den Stadtwerken jährlich an die Stadt Eschwege,
hat die Stadt richtig Glück gehabt, dass das Kartellamt den Verkauf von 30 % der Stadtwerke an die EAM nicht genehmigte.
(CDU, FDP und FWG wollten an die EAM - SPD an die Stadtwerke Kassel verkaufen.)
Was müssen da für Summen, Beiratsposten und Vergütungen angeboten worden sein,
wenn führende Kommunalpolitiker aller Parteien, 30% eines solchen "Dukatenesel" verhökern wollten?
Der Versuch, die Meinharder Wasserversorgung der EAM anzudienen, lässt grüßen.

Ob allerdings die Gemeinde Meinhard fähig ist, den Eschweger Stadtwerken und dem E-Werk Rohmund
bzgl. "Konzessionsabgaben" in de Bücher zu schauen, kann ich mir nicht vorstellen.
Konzessionsabgabenverordnung
Grundsteuer-Erhöhungen lassen sich viel einfacher durchführen.