Dammabdichtung für den Werratalsee?
Während das hydrogeologische Gutachten der bwu und auch der ehemalige Stadtbaurat Ernst
die 11 Rigolen unter der B249 am östlichen Teil des Nordufers,
als Hauptzufluss von Grundwasser und Nährstoffen in den See ausmachen,
sollen neuerdings Zweidrittel der Nährstoffe durch den Damm in den See eindringen.
Im Gegensatz zu dem überwiegendem Teil der Eschweger und Meinharder Kommunalpolitiker,
habe ich den Stapel von 15 cm Gutachten zum Werratalsee und Grundwasser in dieser Region,
wenigstens gelesen und mit gesundem Menschenverstand ausgewertet.
1. Gutachter Wolter in dem zusammenfassenden Gutachten vom 2. April 2015 zu Herrn Schullers Gutachten:

(Kann es sein, dass ein Gutachter so einen Satz formuliert und dann in der interfraktionellen Sitzung Herrn Heppe das Gegenteil erzählt,
und den "weit überwiegenden Teil des Grundwasserzustroms vom östlichen Nordufer zum Südufer verlegt?
Oder ging es nur darum, eine Millionen teure Kunststoff-Spundwand der Stadt anzudrehen?)

2. Gutachter Wolter in dem zusammenfassenden Gutachten vom 2. April 2015 zu Herrn Schullers Gutachten:


3. Auszug aus Gutachten 2008 von Herrn Schuller:

4. Die Werte aus dem bwu-Gutachten.

Ich errechne aus den vorstehenden Daten 12/(12+1+20) = 36 % Zustrom aus der Werra.
Aber plötzlich kommt nicht nur ein Drittel- sondern zwei Drittel der Einträge aus der Werra:
"Gutachter Dr. Klaus-Dieter Wolter habe in der interfraktionellen Sitzung
am Montagabend noch einmal darauf hingewiesen,
dass rund zwei Drittel der Einträge über den Damm in den See gelangten, so Heppe."
(Entweder Herr Heppe lügt - wie Punkt 1 oben beweist - oder er blickt in der Materie nicht durch und wirft die Fakten durcheinander.)

Ob das damit zu tun hat, dass Herr Heppe partout einen Millionen-Auftrag zur Damm-Abdichtung vergeben will?
Mit anderen Worten, man stochert zwangsläufig nach wie vor im Nebel,
wenn die Landwirtschaft "außen vor" zu sein hat.
Während an Anfang eine Spundwand aus Beton zwischen Werra und See Favorit war,
Gutachter Schuller danach den See mit Chemikalien retten wollte,
ist Gutachter Wolter nun bei einer Abschottung mit Kunststoff-Spundwänden angelangt.
Mir scheint, es geht hier nur darum, möglichst große Aufträge zu vergeben.
Warten wir ab, wozu die beiden Ing. Büros und der Magistrat raten.
Bei einer Feststellung, dass die Haupt-Phosphorfracht durch die Rigolen am östlichen Nordufer kommt,
hätte ja die Landwirtschaft den "Schwarzen Peter". Und das kann ja nicht sein.
Oder doch???


5. Auszug aus dem ersten Gutachten (2008) von Herrn Schuller:


Nach dem ersten schullerschen Gutachten 2008, das für die Landwirtschaft - gelinde gesagt -
eine Katastrophe war, kam dann fast zur gleichen Zeit der Paradigmenwechsel bei Herrn Schuller,
und fortan war nicht mehr die Landwirtschaft, sondern der Schwebdaer Kanal
der Grund für die Überdüngung des Werratalsees.
Ob der Persilschein - ausgestellt von den SPD-Bürgermeistern Zick und Giller -
der Grund für den Paradigmenwechsel war?

Entsprechend unglaubwürdig fielen danach auch die Gutachten der folgenden Jahre aus.
Es wurde stets krampfhaft versucht, den Nährstoffeintrag dem Schwebdaer Kanal anzulasten.
Die Untersuchungen des HLUG auf Fäkalkeime am Ostufer, bewiesen aber Jahr für Jahr das Gegenteil.


Seit 2009 - wurde nun in diesem Bereich der Schwebdaer Kanal verdächtigt
und für Millionen in Schwebda eine Kanal-Innenbeschichtung und Sanierung vorgenommen??
War die Erneuerung der Kanalanschluss-Leitungen im Schwebdaer Unterdorf,
für die die Hauseigentümer zur Kasse gebeten wurden, unnötig,
wenn jetzt die Phosphorfracht hauptsächlich aus der Werra kommen soll?
Drei Hauseigentümer mussten wegen der Rechnungen für Kanalanschluss-Erneuerungen
Privat-Insolvenz anmelden und zwei Häuser wurden zwangsversteigert.

6. Anfrage: Grundwassergefährdung durch die Landwirtschaft im Bereich des Werratalsees

Bleibt zu erwähnen, dass Dr. Wallmann als zuständiger 1. Kreisbeigeordnete,
weder eine einzige jährlich vorgeschriebene Düngebilanz,
noch eine einzige Bodenprobe, der Landwirte
im Grundwasser-Einzugsgebiet des Werratalsees,
auf Grund unserer Anfrage nach dem Umweltinformationsgesetz, vorlegen konnte
7. Der Irrsinn mit der Gülle.
Pflichtfilm für Kommunalpolitiker

Wenn Eschweger - und Meinharder Kommunalpolitiker den Stapel von ca. 15 cm Gutachten
zum Grundwasser und Werratalsee nicht gelesen haben, so sollten sie sich doch diesen 28-minütigen Film
zum Thema Gülle, Grundwasser, Algenblüte und Antibiotikaresistenzen unbedingt ansehen.
In diesem Film kommt glasklar ans Licht, wo auch die Probleme beim Werratalsee liegen.

Eine Kernaussage (Minute 16:20 bis 16:50):
"Phosphat, das Pflanzen nicht aufnehmen weil zu viel zur Verfügung steht,
oder es zur falschen Zeit in den Boden kommt, sickert ins Grundwasser,
oder fliest mit dem Regenwasser in Bäche und Seen.
Viele Flüsse und Seen in Deutschland sind bereits mit Phosphat übersättigt.
In jedem Jahr, in dem falsch oder zu viel ausgebrachte Gülle dazu kommt, droht eine Algenblüte."

D.h. der Zusammenhang zwischen Gülleaustrag und Algenblüte wird hier wirklich glasklar herausgearbeitet
und müsste doch jedem Kommunalpolitiker einleuchten.
Warum passiert dann seit 10 Jahren nichts, obwohl es nur einen einzigen Grundbesitzer
im Grundwasser-Einzugsgebiet des Werratalsees gibt,
der seine übermäßige Gülle- und Gärresteausbringung reduzieren- oder einstellen müsste?
Und wenn mit den Meinhardseen nicht das Gleiche passieren soll,
müssten die Grebendorfer Landwirte an die Kandare genommen -
und die Einhaltung der Düngeverordnung wirklich laufend kontrolliert werden.