Bürgerhaus Schwebda, ungeahnte Kosten werfen Ihre Schatten voraus.
Vorgeschichte:
Vor 42 Jahren, die  Schwebdaer Bürger und Vereine wollten gern ein Bürgerhaus,
bzw. eine Mehrzweckhalle haben. Die Gemeinde hatte aber kein Geld und große Schulden konnte man auch nicht machen.

Die hessischen Standardlösungen für Bürgerhäuser und Mehrzweckhallen waren für Schwebda,
einem Dorf in dem es bei Amtsantritt des Bürgermeisters in 1962, außer Wasserleitung
und zwei gepflasterten Straßen nichts gab, aussichtslos.
Nach 3 Jahren, in denen der neue Bürgermeister  eine Kläranlage, die Kanalisierung und den Ausbau aller Straßen
im Ort, sowie die Anlage eines neuem Sportplatzes durchgezogen hatte, konnte man weitersehen.
Geld war immer noch nicht vorhanden, große Schulden wollte man auch nicht machen.
Also mußten neue Wege gegangen werden.
Der Bürgermeister Karl Speck und die Bauingenieure Klaus Heerwig und Helmut Götting
setzten sich zusammen um eine preisgünstige Lösung  zu finden.
Da das ganze keine "Totgeburt" werden sollte, mußte auch gegen die damaligen Richtlinien,
eine Gastwirtschaft integriert werden. Diese Absicht durfte jedoch nicht in den Planungen
auftauchen und so wurden die Räumlichkeiten als großer Gemeinschafsraum geplant, um dann nach
Fertigstellung als Gaststätte zu dienen. Mit all den Nachteilen, die dadurch entstanden, dass von
Anfang an keine Gastätte incl. der nötigen Wirtschaftsräume geplant und gebaut werden konnte,
die Gemeinschaftsküche als Wirtschaftsküche benutzt wurde und als Gemeinschaftsküche eine Notlösung
geschaffen wurde.
Da stellt sich zwischendurch natürlich die Frage, warum man 42 Jahre brauchte
um das Problem Gemeinschaftsküche und Wirtschaftsküche zu lösen.

Die preisgünstigste Mehrzweckhallen-Lösung war damals, als Hallenkörper (15 x 30 m) eine Stahl-Industriehalle incl. Statik
zu kaufen bzw. montieren zu lassen und den Rest - Geräteräume, Umkleideräume, Duschen, Toiletten,
Bühne, Gemeinschaftsraum, Sitzungszimmer, Kegelbahnen, Gemeinschaftsküche, Gastwirtschaft und Pächterwohnung
mußte weitgehend in Eigenleistung entstehen. Eigenleistung, d.h., die Waldinteressenten (66er) stiftenen das Holz,
die Gemeinde bezahlte das andere Baumaterial,   - und  die Arbeit wurde von den Schwebdaer Bürgern geleistet.
Dazu brauchte man einen Bürgermeister, der  nicht nur vornweg ging und alles organisierte,
sondern der auch die Bürger zur tatkräftigen Mithilfe motivieren konnte.

Nach langen Geburtswehen in Wiesbaden wegen dem unkonventionellen Konzept
und mehreren Monaten Bauzeit konnte Schwebda sein Bürgerhaus,
auf das bis heute alle mithelfenden Bürger stolz waren, am 26.Okt.1966 einweihen. Die hessischen Standardhallen 10 x 18 m
kosteten damals 800.000 DM. Schwebda plante 450.000 DM für die viel größere (15  x 30 m) Halle incl. Nebenräume
ein, erhielt 330.000 DM Zuschuß vom Land und ging Dank der Eigenleistung vieler Bürger mit nur
50.000 DM Schulden aus dem Projekt. Es hätten können noch weniger Schulden sein, aber die letzten 30.000 DM
des Landszuschusses wurden gestrichen, als nach Wiesbaden getragen wurde,
dass  Schwebda gegen die Richtlinien verstiess und eine Gaststätte integrierte.

Wenn jetzt nach 42 Jahren großzügig umgebaut werden - und auch bei der Gaststätte Nägel mit
Köpfen gemacht werden können, weil entsprechende Mittel fliesen, ist das natürlich auch eine tolle
Sache. Großzügig abreisen und neubauen wenn das Geld vorhanden ist, bzw. andere Ortsteile
freiwillig zurückstehen, ist eine feine Sache.

Liegt Schilda im Werra-Meißner-Kreis?
Nur einen Haken hat die Sache, man will die eigentliche Halle - wie schon geschrieben,
eine preiswerte Stahlkonstruktion die naturgemäß keine tragenden Wände hat
und zwischen den Senkrechten nur ausgemauert ist, 
mit einer neuen Decke (2,5 Meter höher) und einem neuen Dach versehen.
Wie man das bei einer Stahlkonstruktion bewerkstelligen will, ist das Geheimnis der Meinharder SPD.



Dass man dazu als Unterbau tragende Wände benötigt, die nicht vorhanden sind, ist offenbar
neu für die Verantwortlichen.
Und genau an dieser Stelle werden Kosten entstehen, die vorher nicht eingeplant?? und abgesegnet waren.
Mit Sicherheit wird man sich damit herausreden, man habe nicht gewußt,
dass die Halle aus einer Stahlkonstruktion besteht, bei der nur die Zwischenräume ausgemauert wurden,
obwohl alle älteren Handwerker aus Schwebda am Bau des Bürgerhauses beteiligt waren, den Sachverhalt kennen
und ein damaliger Mitplaner nur wenige Meter von den Verantwortlichen entfernt wohnt. Eine Frage hätte sicher genügt.
Fortsetzung:


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